Montag, 21 of Mai of 2012

Informations- und Bildungsarbeit

In Schulen, Kindergärten, Altersheimen, Unis oder auf öffentlichen Plätzen … fast Überall gibt es die Möglichkeit zu berichten, aufzuklären, zu bereichern …

 

Beispiele für  Ziele/ Inhalte:

  • Vorstellung des eigenen Partnerprojekts/ bzw. des Lebens im ehemaligen Gastland
  • global learning (Zusammenhänge einer komplexer werdenden Weltgemeinschaft verständlich machen)
  • für eine aktive Beteiligung an einer sozial verantwortlichen Gesellschaft in einer globalisierten Welt motivieren
  • Akzeptanz für Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland erhöhen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Partnerländern vertiefen und verstärken
  • Wahrnehmungssperren und Vorurteile zu den Partnerländern in der Öffentlichkeit überwinden helfen
  • interkulturelles Lernen/ Antirassismus/ critical whiteness/ anti-bias
  • usw.

 

Besonders zu beachten … damit aus dem „gut Gemeinten“ nicht das Gegenteil von gut wird !

Als Freiwillige gehört ihr in Deutschland in der Mehrzahl einer privilegierten Schicht an, und habt während Eures WW-Jahres in den Partnerländern mit sozial benachteiligten Gruppen gearbeitet.

Der Vergleich, zwischen Eurem persönlichen (privilegierten) Lebensraum in Deutschland und den Verhältnissen Eurer (benachteiligten) Zielgruppe im Einsatzland darf NICHT zu einem Vergleich der Länder generalisiert werden.

Wenn der persönliche Vergleich zu einem Ländervergleich ausartet und so in Eurer „Informations- und Bildungsarbeit“ unreflektiert an eine breitere Öffentlichkeit herangetragen wird, verfestigt sich nur das falsche Bild eines allgemeinen „entwickelt vs. unterentwickelt“ Vergleichs.

Deshalb ist es sehr wichtig sich deutlich zu machen, dass Eure persönlichen Erfahrungen in Deutschland wie im Einsatzland jeweils nur Ausschnitte der Gesellschaft widerspiegeln, die alles andere als repräsentativ für das ganze Land sind!